Canadier (Kandier)

Du willst es selber versuchen? Dann schau in unserem Center Bielersee vorbei.

 

 

Ein Candier ist ein (meistens) offenes Kanu. Je nach Bauart und Einsatzart wird es sitzend oder kniend gefahren. Es gibt Canadier für eine, aber auch für mehrere Personen. Bei Globepaddler sind Canadier für Gruppen bis zu zwölf Personen im Einsatz. In der Regel werden die Boote mit Stechpaddel bewegt.

Ihre Urspünge haben sie bei den Bewohnern Nordamerikas. Die In- dianer nutzten sie als Fortbewegungsmittel in den dicht bewaldeten und unwegsamen Gebieten Nordamerikas. Später wurden sie auch von Pelzhändlern benutzt.

Die ersten Canadier wurden aus Birkenrinde genäht, erst später

folgten Boote mit imprägnierter Leinwand die über ein Gestell aus Holz gezogen wurden. Später folgten auch Holz, Aluminium und heute zunehmend Kunststoff als dominierendes Material. 

Meist symmetrisch gebaute offene Boote mit zwei spitzen Enden. „Vorne“ und „Hinten“ gibt es nicht auf Grund der Bauform, sondern nur durch die Position der Sitze definiert: Der hintere Sitz befindet sich einfach näher an der hinteren Bootsspitze, als der vordere Sitz an der vorderen Spitze.

Canadier ohne gekrümmte Kiellinie oder sogar mit ausgeprägtem  Kiel sind besonders spurtreu und dadurch besonders für Seen geeignet.  Wenn der Kiel stärker ausgeprägt ist, werden Canadier auffallend wendiger. So sind sie vorallem auf Fließgewässern (sogar auf Wildwasser) zu finden. Canadier bieten sehr vielfälltige Einsatzmöglichkeiten. Kanuwandern auf stehenden oder fließenden Gewässern, allein oder mehrere Paddlern zusammen, mit oder ohne Gepäck - alles ist möglich.

 

Eine besondere Form der Candier sind Candier zum Aufblasen,sogenannte Luftboote oder Faltcanadier.